GESCHICHTE

Eine lange Geschichte

Das Hotel Union ist seit drei Generationen mit dem Namen unserer Familie verbunden, seit 1951 Großvater Eugenio den Entschluss fasste, es zu kaufen. Die Geschichte beginnt jedoch schon früher, Anfang des 20. Jahrhunderts, als ein Meraner mit dem Bau eines Hotels in dem bekannten Fremdenverkehrsort Toblach begann.
Die Belle Époque und der Bau des Hotels Union
Die Belle Époque war in vollem Gange, als Toblach ein berühmter Ferien- und Kurort war, in dem die Wiener Elite verkehrte. Unter den illustren Gästen, die Toblach als Feriendomizil wählten, befand sich auch der Komponist Gustav Mahler, der hier zwei Sinfonien und das berühmte "Lied von der Erde" schrieb. Zu jener Zeit war Toblach über die 1871 erbaute Südbahnlinie direkt mit Wien verbunden. Diese Bahnstrecke schloss Österreich an das Etschtal an und durchquerte das Pustertal.
Genau in diesem historisch so bedeutenden Moment großer sozialer und kultureller Umwälzungen, im Jahr 1900, wurde das erste Hotel Union eingeweiht. Wahrscheinlich verfügte der damalige Besitzer über einen direkten Kontakt zur Direktion der Eisenbahnstrecke in Wien, denn er erhielt die keineswegs selbstverständliche Erlaubnis, in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof zu bauen. Im gleichen Jahr wurde das Elektrizitätswerk errichtet, das auch das Hotel versorgte und es zu einer modernen und konkurrenzfähigen Einrichtung machte.
Der vom Besitzer gewählte Name Union - ein Unikat in ganz Südtirol - erinnert sowohl an die Kategorie angelsächsischer und amerikanischer Hotels, die oft in der Nähe von Bahnhöfen entstanden, als auch an die gesellschaftliche Funktion des Hotels. Das Hotel Union wurde denn auch bald zum Treffpunkt und Drehkreuz für Menschen unterschiedlicher Kulturen und Herkunftsländer. Was sie alle verband, war der Wunsch, die spektakuläre Schönheit der Natur und der Bleichen Berge in völliger Ruhe zu erleben.
Von diesem ersten Gebäude ist heute nicht mehr viel übrig, aber alte Fotografien zeigen uns, dass der Bauherr einen gemischten Baustil gewählt hatte. Hier fanden sich Anspielungen auf den angelsächsischen Raum, auf traditionelle deutsche Bauelemente wie der Erkerturm und Details, die an den Country-Stil erinnern wie das Hotelschild und die Holzbalkons. Blättert man durch die Prospekte aus jener Zeit, sieht man, dass das Hotel Union seit seiner Gründung stets hochwertige Ausstattung und Dienstleistungen bot, Heilbehandlungen, Gesundheitsbäder, einen großzügig angelegten Speisesaal mit großen und kleinen Tischen, ein Café auf der Veranda, einen Musiksalon und einen Konversationssalon, eine Dependance mit einigen Appartements, eine Garage für Automobile und einen eigenen Stall.
Die Hotelgäste kamen sogar in den Genuss von fließendem Wasser, für uns eine Selbstverständlichkeit, aber damals ein seltener Luxus. Das Wasser kam direkt über eine zwei Kilometer lange und noch heute existierende Leitung aus einer privaten Quelle.
Bereits damals war das Hotel ein Familienbetrieb und wurde von der Familie Ranges geführt. Sie kümmerte sich höchstpersönlich um die Pflege der Zimmer und die Unterhaltung der Gäste im Großen Salon.
Die Zerstörung im Großen Krieg
Im Ersten Weltkrieg wurden zahlreiche Gebäude in Toblach durch Bomben beschädigt. Auch das Hotel Union war direkt von den Kämpfen betroffen und wurde durch das Feuer der italienischen Front verwüstet. Die auf dem Monte Popena in Stellung gebrachte Artillerie versuchte, den Bahnhof von Toblach und die Gleise zu treffen, um den Nachschub zu erschweren bzw. ganz zu unterbrechen, und beschädigte dabei auch das Hotel.
Nach Kriegsende war unklar, welches Schicksal das alte und beschädigte Gebäude erwartete. Sicher wurde es nicht sofort wieder aufgebaut, auch nicht 1919 anlässlich der Einweihung der Schmalspurbahn Toblach-Cortina, deren Gleise nur wenige Meter von der Südfassade entfernt verliefen.
Erst in den dreißiger Jahren wurde das Gebäude wieder aufgebaut, fungierte aber zwischenzeitlich nicht als Hotel. Der Baustil wurde schlichter gestaltet, ein Stockwerk verschwand, und das Gebäude wurde in Wohnungen und Geschäfte aufgeteilt.
Die Wiedergeburt des Hotels Union mit der Familie Comini
Erst die Ankunft des Rag. Eugenio Bruno Comini in Begleitung seiner Ehefrau Enrica und seiner Mutter Josephine läutete ein neues Kapitel der Geschichte des Hotels Union ein. Ein Kapitel, das 1951 begann und auch heute noch nicht abgeschlossen ist.
Das Hotel lag strategisch günstig, genau in der Mitte von zwei Bahnlinien, während sich langsam der Massentourismus durchzusetzen begann. Eugenio Comini ließ sich die günstige Gelegenheit nicht entgehen. Nach drei erfolgreichen Saisons als Pächter beschloss er 1951, das Hotel zu kaufen.
Das Gebäude wurde von Grund auf erneuert und mit hochmodernen Einrichtungen ergänzt, wie man sie in der Umgebung noch kaum gesehen hatte: das 1968 erbaute und 1972 überdachte Schwimmbad, der 1978 angelegte und zuerst frei liegende Tennisplatz, der kurz darauf mit einer Bespannung überdacht wurde, und die Taverne, die seit ihrer Eröffnung mit Tanzabenden, Live-Musik mit diversen Bands und Orchestern und den unterschiedlichsten Spielen und Veranstaltungen das pulsierende Zentrum der Abende und Nächte der Hotelgäste bildete.
Die Familie Comini arbeitete mit großer Begeisterung, Hingabe und Energie daran, das Hotel wachsen zu lassen und den Service noch weiter zu verbessern. Es gelang ihr, nach und nach zum Bezugspunkt für die Touristen zu werden, die Toblach besuchten.
1956 beherbergte das Hotel Union anlässlich der Olympischen Winterspiele in Cortina, mit denen die Dolomiten in aller Welt wieder ins Scheinwerferlicht rückten, eine Delegation von Journalisten und Fans der russischen Mannschaft. Um genug Platz für die ganze Gruppe zu schaffen, schliefen die Eheleute Comini und die greise Mutter Josephine zusammen in einem Zimmer.
Mit Beginn der siebziger Jahre erhielt Herr Comini bei der Leitung des Hotels Unterstützung von seinem Sohn Bruno, der sich aber nicht nur um das Hotel kümmerte, sondern sich auch an die Zapfhähne der Bar stellte. Schnell zeigte er sich als begabter Animateur und Disc Jockey für die Nächte, dank der sich die Taverne zu einem Ort entwickelte, der den Gästen aus aller Welt einzigartige Erinnerungen an ihren Urlaub geschenkt hat.
Bruno arbeitete unermüdlich an der Konsolidierung und Vergrößerung des Hotelbetriebs. Auch er teilte den Wunsch seines Vaters nach einem tadellosen und modernen Service und machte das Hotel Union zu dem, was es heute ist: eines der beliebtesten Hotels.
Das Hotel Union heute
1981 kam der erste Sohn Alberto auf die Welt. Ihm folgten Enrico (1984) und Eugenia (1988). Die drei Geschwister wuchsen dank des unermüdlichen Einsatzes von Daniela trotz der vielen Arbeit behütet und wohl umsorgt auf.
Alberto, Enrico und Eugenia haben unterschiedliche Charaktere und Neigungen, aber alle drei sind auf verschiedene Weise in das Familienunternehmen eingebunden. Nach Studium und abwechselnden Auslandsaufenthalten stehen sie jetzt vor dem Generationswechsel und stellen sich den Herausforderungen der Zeit. Dabei aber vergessen sie nie die Lebensweisheiten und die aus der Berufserfahrung gewonnenen Einsichten ihres Großvaters Eugenio und ihrer Eltern.
Heute wird das Hotel Union von Bruno zusammen mit seiner Ehefrau Daniela geleitet, die nun nach und nach das Ruder ihrem Sohn übergeben, der von ihnen Enthusiasmus, Professionalität und den Sinn für die Gastlichkeit geerbt hat, die bereits die Großeltern Eugenio und Enrica geleitet hatten.

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